Gleidinger Schule wird europäischer

Die Eberhard-Schomburg-Schule weitet ihre internationalen Beziehungen aus: 18.000 Euro erhalten die Gleidinger in den nächsten zwei Jahren aus EU-Mitteln für den Austausch mit einer polnischen und einer österreichischen Schule.

Mehrere Treffen von Schülern und Lehrern seien im Rahmen des Comenius-Projekts in den nächsten zwei Jahren geplant, erklärt Schulleiter Harald Köllen. Unter dem Projektmotto mit dem langen Titel „Ich packe meinen Koffer und nehme mit: ein Rezept, ein Spiel und ein Lied“ ist die Förderschule bereits Anfang November erstmals Gastgeber. Dann kommen für einige Tage sechs Schüler und sechs Lehrer aus den beiden Partnerschulen zu Besuch.

Vorbereitend beschäftigten sich die Schüler in der vergangenen Woche mit europäischen Tänzen, backten Europakekse und gestalteten eine Karte mit den europäischen Ländern und ihren jeweiligen Hauptstädten. Von und mit den Schomburgschülern lernen die Gäste aus Österreich und Polen Anfang November ein jeweils typisch deutsches Essen, ein Spiel und ein Lied kennen.

2014 gibt es dann zunächst im Mai den Gegenbesuch im polnischen Gubin bei der Specjalny O?rodek Szkolno-Wychowawczy, im Oktober geht es dann nach Österreich zum dortigen Partner, der Landessonderschule Mariatal in Kramsach.  Die Besuche finden immer unter der Prämisse statt, das Gastgeberland sinnlich kennenzulernen. Das Comeniusprojekt sei eines der zentralen Säulen der Europäischen Union für lebenslanges Lernen, sagt Köllen.

In der Schomburgschule – eine Einrichtung mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung – gehe es weniger darum, politische Systeme zu vergleichen oder sich mit Kulturdenkmälern zu beschäftigen. Vielmehr solle Europa – und Deutschland als ein Teil des Ganzen – für die Schüler sinnlich erfahrbar sein. „Essen, spielen und singen machen alle gern“, sagt der Schulleiter. Als Projektabschluss 2015 ist ein Buch mit den Ergebnissen sowie allen Rezepten, Spielen und Tänzen geplant. Die EU-Fördermittel in Höhe von 18.000 Euro sehen vor, dass mindestens zwölf Gleidinger an den Besuchen teilnehmen können und ihre Reise- und Unterkunftskosten abgedeckt sind. Da aber keine teuren Flüge zu zahlen seien, bleibe für weitere Reisen oder Teilnehmer sowie für Materialien Geld übrig.
Das Erich Kästner Gymnasium hat jüngst ebenfalls Geld für ein Comeniusprojekt und internationale Schulkooperationen erhalten. Die Zusammenarbeit von sechs internationalen Schulen in sechs europäischen Ländern unter dem Titel „ID: Europe“ wird dort mit 22.000 Euro gefördert.

Köhler28.10.2013 / LKLN Seite 3 Ressort: LAAZ