Während der Woche des Downsyndroms sind Schüler der Eberhard-Schomburg-Schule in Hannover aufgetreten.

Nach dem letzten Stück war die Erleichterung der Mitwirkenden auf der Bühne nicht zu übersehen. Der Applaus der Zuschauer war verdienter Lohn für eine gelungene Aufführung von 15 Förderschülern der Eberhard-Schomburg-Schule in Gleidingen. Ein Jahr lang hatten die 13- bis 18-jährigen, unter dem Downsyndrom leidenden, Schüler unter Anleitung von Diplommusiklehrerin Ingrid Canales von der Musikschule Laatzen geübt, bis sie das Gelernte nun während der Woche des Downsyndroms in der Freien Waldorfschule am Maschsee einer breiten Öffentlichkeit vorstellten. Rhythmische Bewegung, Gesang, aber auch Instrumentvorführungen – Gitarren, Keyboard, Tischharfe und Klangstäbe kamen zum Einsatz – , gehörten zum musikalischen Programm, das einen sogenannten Markt der Möglichkeiten umrahmte, an dem sich zahlreiche Vereine und Organisationen beteiligt hatten. Sie boten an verschiedenen Ständen kleine Bastelarbeiten, Bücher und Bilder an. „Das Gefühl, jetzt eine richtige Band zu sein, erfüllt die Jugendlichen mit Stolz und Freude“, sagte Elisabeth Winkler, die sich seit 29 Jahren um die Behinderten an der Eberhard-Schomburg-Schule kümmert. Der Musikunterricht ist ihrer Meinung nach eine gute Möglichkeit, das Gemeinschaftsgefühl zu vertiefen, Vorlieben und Neigungen zu erkennen und zu fördern. Und Musik ist für die Jugendlichen auch gut für Disziplin und Rücksichtnahme. „Beim musikalischen Zusammenspiel lernen die Jungen und Mädchen, einander zu respektieren und zu warten, bis sie mit ihrem Einsatz an der Reihe sind“, sagt Elisabeth Winkler. Der zweiten Auftritt der Band soll am 28. November Gleidinger Senioren erfreuen.

09.11.2009 / LKLN Seite 4 Ressort: LAAZ